‘I only took what his freedom is worth to him,’ explains Tchitcherine. ‘Where’s that pipe, now?’

Dicky Luft

Im vierzehnten Teil liefert Dicky abermals einen nicht wirklich optimalen Einstand ab.

Während die beiden zu ihrem Büro gehen, ist Dicky noch immer ganz heiß.
Einerseits bebt er wegen des Lokomotivführers, andererseits fühlen sich vor allem die beiden Stellen auf seinem Rücken, auf die die Frau ihre Brüste gedrückt hat, als sie seinen Mund zuhielt, wie zwei glühende Kochplatten an. Dazu beschäftigt ihn die Sorge, dass sich dort zwei riesige Schweißseen bilden könnten, die sich durch sein Hemd ans Tageslicht vorkämpfen – eine übrigens berechtigte Sorge: Sein Hemd sieht aus, als hätte jemand zwei nasse Basketbälle nach ihm geworfen.
Immerhin geht sie vor ihm, das beruhigt ihn ein wenig.
»Mit dem fiesen Franz haben Sie also schon mal Bekanntschaft gemacht, Herr Luft. Ich bin übrigens Julia Gutensohn, wie Sie sich vermutlich eh schon gedacht haben.«
Sie betreten das Büro, und Dicky bleibt gleich mal die Spucke weg. An der Wand hängen Porträts von Helmut Zilk und Dagmar Koller – beide signiert, so er das richtig sieht –, ein paar alte Wendy-Poster, Clint mit Zigarillo und Hut, ein alter Herbert-Prohaska-Starschnitt in Lebensgröße und das Porträt eines alten Mannes, versehen mit Trauerflor und Parte, vermutlich Julia Gutensohns Vater. Dazu dröhnt ein echter Klassiker des Wahnsinns aus den Boxen des kleinen Kassettenrekorders, der auf ihrem Schreibtisch steht:

I’m all out of love, what am I without you?
I can’t be too late to say that I was so wrong

Er hört, wie Julia leise mitsummt.
»Na sehr gut. Das könnte zäh werden.«

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Dicky Luft
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