Da Compañero M. ganz offensichtlich nix Sinnvolles mit seiner Zeit anzufangen weiß, hat er uns einen weiteren Kassiber aus dem Carton City Gaol zukommen lassen: einen Filmformatvergleich zwischen zwei Versionen von Tom Gries’ 100 Rifles (USA 1969). Und um uns diese einleitenden Textchen in Zukunft zu ersparen, werden wir der alten Knalltüte dem alten, weisen Mann ein eigenes Schreibkonto auf Nerdistan.at einrichten.

Lieber W.,

weil mir die an- oder abgeschnittenen Hüte, Köpfe und Beine, Füße (und auch andere wunderliche Bildrahmungen) in so vielen DVD-Versionen langsam auf die Nerven fallen, habe ich mir anhand von 100 Rifles (sehr guter Film im Übrigen) die Super-8-Variante im Vergleich zur regulären angeschaut. Das Ergebnis ist deprimierend.

Normalversion:

Super-8-Version:

Vergleich A:

100_R_Vergleich_A

Vergleich B:

100_R_Vergleich_B

Die Überlagerung der Vergleichsbilder ist nicht ganz exakt (mit meinen technischen Mitteln kaum hinzukriegen). Jedenfalls ist klar zu erkennen, dass die reguläre DVD-Version links und rechts nur wenig mehr Bildinformation enthält als die Super-8-Variante, oben und unten jedoch kräftig angeknabbert wurde (was zu dem angeschnittenen Kopf rechts und den abgesägten Füßen links führte).

Viele Grüße

M.

PS: Die deutsche DVD 100 Gewehre wurde 2011 im Rahmen der Reihe Koch Media Western Legenden veröffentlicht. Zu kaufen: DVD Paradies.

PPS: Neben dem einflussreichen Theoretiker Sir Christopher Frayling, Kt.* hat das Feld der britischen Spaghetti Western Studies nun ja in Kevin Grant auch einen bedeutenden Enzyklopädisten, der Demofilo Fidani beschreibt als »perhaps the closest thing to a true auteur the genre possessed«. Ich bin also gespannt auf deine Neuerwerbung Per una bara piena di dollari (Italien 1971). Übrigens erfuhr der Film an einem ersten April seine Uraufführung.

* Rittermotto: »Perge, scelus, mihi diem perficias« (»Fahre fort, Schurke, meinen Tag du vollendest«).

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