It all goes along together. Parallel, not series. Metaphor. Signs and symptoms. Mapping on to different coordinate systems.

Beiträge mit Sekundärliteratur

Ein Uhrwerkgorilla

Leider war Tonino Valerii schneller fertig als ich und ist ans Ende seines Lebens gekommen, bevor ich meinen Aufsatz über seine Filme beenden konnte. Valerii starb zweiundachtzigjährig am 13. Oktober 2016. Wir gehen ein halbes Leben zurück, einundvierzig Jahre: Am 14. November 1975 wurde Valeriis achter Spielfilm uraufgeführt, Vai gorilla („Geh, Gorilla!“; Italien), deutscher Titel: Der Gorilla, ein sogenannter „poliziesco“ oder abwertend „poliziottesco“, ein Polizeifilm. Read more…

Von 1971 bis 1977 dirigierte Tonino Valerii fünf Filme, den berühmtesten und erfolgreichsten darunter, Il mio nome è Nessuno, mit seinem (ehemaligen) Mentor Sergio Leone als Produzenten, zuständig für alles beziehungsweise nichts. Keine friktionsfreie Unternehmung für die beiden Regisseure: Spekulationen über die Urheberschaft einzelner Sequenzen begleiten ihren Italospätwestern bis heute. Read more…

Shakespeare Never Did This

Sähe man sich Dove si spara di più von Gianni Puccini völlig unbefangen an, also ohne vorher über den Film gelesen zu haben, käme einem während der ersten Hälfte schwerlich der Gedanke, dieser Italowestern habe etwas mit William Shakespeares Romeo und Julia gemein. Der Plot entspricht dermaßen genregängigen Strukturen – zwei verfeindete Familien respektive deren Gefolgsleute befehden sich bis aufs Blut –, dass einem erst mit dem Auftritt der Figur der Giulietta das Lichtlein aufginge, Puccini treibe hier seine Späßchen mit Shakespeares Liebestragödie – und mit uns Zuschauern.
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In Sergio We Trust

Fünf Western drehte Tonino Valerii in den Jahren von 1966 bis 1973 – genauso viele wie Sergio Leone, mit dem seine Biografie und sein Werk verknüpft sind. Gearbeitet hat Valerii dabei mit Größen des Genres wie Henry Fonda, James Coburn, Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Terence Hill oder Bud Spencer. Das Epitheton „leonesch“ ist er allerdings nie losgeworden. Read more…

Der mit den Komantschen pfeift

Nachdem ich vor einigen Monaten einen Aufsatz über El puro, la rançon est à toi, die – offensichtlich stark gekürzte – französische Version von La taglia è tua … l’uomo l’ammazzo io, geschrieben hatte, war ich natürlich sehr gespannt, als ich letzthin eine englischsprachige Fassung von Edoardo Mulargias Film sehen durfte. Denn kaum ein anderer Italowestern gibt dermaßen viele Rätsel auf.
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Eine italienische Nacht

Gordon Mitchell

Während das junge Volk beim Heurigen hockt, im Biergarten feiert oder sonst wo abhängt, stelle ich mich in den Dienst der Wissenschaft.
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I crudeli - Italowestern von Sergio Corbucci

Sergio Corbucci, äußerlich robuster, kreativ schwanker Maestro des »western all’italiana«, macht durch seinen sechsten Genrebeitrag klar, wie verlassen der Wahnsinn sich in der Wüste von Tabernas fühlt, wenn das Genie schon zum Skiurlaub in Cortina d’Ampezzo weilt. Mit I crudeli (Italien, Spanien; uraufgeführt am 2. Februar 1967; zu Deutsch: Die Grausamen; englischer Titel: The Hellbenders) liefert er einen guten Italo-, aber nur mäßigen Corbucci-Western, klasse gefilmt von Enzo Barboni, mit dem er hier wie bereits bei Massacro al Grande Canyon und Django zusammenarbeitet.
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Rosalba Neri

Nach dem überwältigenden Erfolg des ersten Teils – weit mehr als null Aufrufe in nur einem Monat, schon bald sind wir zweistellig – dürfen wir unseren Nichtlesern ein Sequel natürlich nicht vorenthalten. Das Sterben geht weiter: die 1970er-Jahre-Wildwestfilme mit Rosalba Neri.
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Kein Blei im Klingelbeutel

Alfonso Brescias Film I giorni della violenza (Italien 1967), auf Deutsch: Sein Wechselgeld ist Blei, gehört zu jenen Italowestern, die sich an größeren dramatischen Entwürfen und historischen Vorgaben versuchen. Also zu jenen, die mehr erzählen wollen als die brutale Story zynischer Einzelgänger, deren genuschelte Worte der Anzahl der Patronen in ihren Revolvertrommeln entsprechen. Brescia entwickelt seine Geschichte aus den Schicksalen von sechs Bewohnern einer Ranch in Missouri zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs. An Vom Winde verweht sollte man jetzt aber nicht denken.
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Demofilo Fidani aka Slim Alone, Danilo Dani, Nedo De Fida, Miles Deem, Lucky Dickinson, Dino Fidani, Nedo Fidano, Dennis Ford, Sean O’Neal, Demos Philos und Dick Spitfire. Kevin Grant beschreibt ihn als »perhaps the closest thing to a true auteur the genre possessed«, und für Christian Keßler ist er der »Ed Wood des Italowesterns« – was also? Im Folgenden habe ich einfach die Handlung von Für einen Sarg voller Dollars (Italien 1971) nacherzählt.
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Unter den Dutzenden gut aussehenden Schauspielerinnen, die in italienischen Western mitgewirkt haben, gehört Rosalba Neri neben Nicoletta Machiavelli und Marilù Tolo zu den auffälligsten Erscheinungen. Stets umgeben von einer Aura sphingischer Rätselhaftigkeit, spielte Neri von 1966 bis 1974 in nicht weniger als siebzehn Italowesternproduktionen mit und deckte damit die gesamte Blütezeit des Genres ab. Die ihr zugedachten Rollen spiegeln auch ziemlich genau das vom »western all’italiana« beförderte Frauenbild wider. Überlebt haben die von Neri dargestellten Figuren kaum einen Film.
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Da Compañero M. ganz offensichtlich nix Sinnvolles mit seiner Zeit anzufangen weiß, hat er uns einen weiteren Kassiber aus dem Carton City Gaol zukommen lassen: einen Filmformatvergleich zwischen zwei Versionen von Tom Gries’ 100 Rifles (USA 1969). Und um uns diese einleitenden Textchen in Zukunft zu ersparen, werden wir der alten Knalltüte dem alten, weisen Mann ein eigenes Schreibkonto auf Nerdistan.at einrichten. Read more…

Corto Maltese auf Deutsch

Publikations- und Storychronologie, 29-mal Hugo Pratts beste Seiten, von deutschen Verlagen über vier Dekaden labyrinthisch ausgestreut.
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Per Trystero hat Compañero M. die folgenden Anmerkungen zu Thomas Weissers notorischem Buch Spaghetti Westerns. The Good, the Bad and the Violent. A Comprehensive, Illustrated Filmography of 558 Eurowesterns and Their Personnel, 1961–1977 (Jefferson/NC: McFarland & Company, 1992) übermittelt, welches lange Zeit als Standardwerk zum Italowestern galt. Zumindest so lange, bis eine größere Anzahl der von Weisser besprochenen Filme einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurde und sich herausstellte, dass seine Informationen nicht immer ganz, äh, zuverlässig waren … gelinde ausgedrückt …
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