Would You Rather Be a Colonel with an Eagle on Your Shoulder, or a Private with a Chicken on Your Knee?

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»Zuerst ist die Messe, dann ist die Einsegnung, dann gehst am Friedhof – so ist es am Land!« Ein Satz, hineingemeißelt ins Hirn, ausgesprochen von einer älteren Dame in einer Wiener Straßenbahn, der einerseits das ganze Leben umschreibt, aber auch irgendwie für dieses Projekt stehen könnte: Zuerst schauen wir uns die Filme an, dann reden wir darüber, zerpflücken sie, recherchieren und schreiben alles zusammen – und dann landen diese Erkenntnisse hier. Auf Nerdistan. Für immer abgespeichert in diesem digitalen Friedhof, den niemand so richtig gern besucht – mit Ausnahme alter Witwen, denen fad ist.

Building Stories

Chris Ware - Building Stories

“He loved you so much and I just wish he could see how happy you are now, that’s all …” — “Mom, oh, Mom …” — “He loved you so much.” — “… and the awful part is that she’s right … I really am happy … finally. I am happy.”

Diese Momente des Glücklichseins sind im Leben sowieso selten und flüchtig genug, aber bei Chris Ware kannte man sie bis jetzt gar nicht.
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The Someday (doch nicht so) Funnies

The Someday Funnies

Oder: wie man eine großartige Idee so richtig vergeigen kann

Als ich im Comics Journal, dem Hauptmitteilungsblatt des engagierten Comicnerds, den Artikel über die Entstehungsgeschichte der Someday Funnies gelesen habe, war ich total begeistert und hoffte, dass sich doch noch ein Verlag finden würde, um das Projekt von Michel Choquette zu realisieren.
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Das Krebsjahr

Das Krebsjahr

»Zeig mal deine Wunde. Wer seine Wunde zeigt, wird geheilt. Wer sie verbirgt, wird nicht geheilt.« – Joseph Beuys

Bei mir wurde im Mai dieses Jahres ein bösartiger Tumor auf der linken Niere entdeckt und erfolgreich entfernt, Christoph Schlingensief ist 2010 an den Folgen seiner Krebserkrankung verstorben. Ich bin jetzt einfach so anmaßend, seine Gedanken mit den meinen sicher nicht zu vergleichen oder gar auf mich umzulegen, aber doch ein wenig zu schauen, ob und wo es ähnliche Gefühle und Erfahrungen gab.
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Thomas Pynchon und Hugo Pratt

Höchstwahrscheinlich bin ich hier zu ehrgeizig, aber WTF, ich werfe mal ein paar Gedanken und Beobachtungen in den Raum, die ich mir bei der Lektüre von Corto Maltese einerseits und den Enden der Parabel andererseits gemacht habe. Los geht’s!
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Corto Maltese - Südseeballade

Es ist traurige Wahrheit, dass der deutschsprachige Kulturraum für die neunte Kunst nur wenig Liebe und Respekt aufzubringen vermag; und noch trauriger ist, dass daran allzu oft die deutschen Comicverlage mit unterirdischen Editionen schuld sind: lebendige Exklamationen à la »Halt, du Schuft!«, Druck- und Papierqualitäten, die dem Cosy-Panther das Schamesrosa ins Gesicht treiben, schlampig bis gar nicht lektorierte Texte und immer wieder vollkommen aberwitzige Übersetzungen.
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