Would You Rather Be a Colonel with an Eagle on Your Shoulder, or a Private with a Chicken on Your Knee?

Beiträge mit Italowestern

Überkandidelte Western und gschupfte Tragikomödien. Sergio Leone und Bertrand Blier im Solarium. Den roten Kopf holt sich Damiano Damiani.
Read more…

Dirty City Resurrection

Hades meets Jesus in Dirty City. In Person von Antônio Luiz de Tefé von Hoonholtz alias Anthony Steffen als Kreuz, äh, Django il bastardo in Sergio Garrones gleichnamigem Film (Italien 1969; deutscher Titel: Django und die Bande der Bluthunde). Eine Reanimation, endlich: „Große Duelle des Italowesterns“, Teil zwei. Read more…

Von 1971 bis 1977 dirigierte Tonino Valerii fünf Filme, den berühmtesten und erfolgreichsten darunter, Il mio nome è Nessuno, mit seinem (ehemaligen) Mentor Sergio Leone als Produzenten, zuständig für alles beziehungsweise nichts. Keine friktionsfreie Unternehmung für die beiden Regisseure: Spekulationen über die Urheberschaft einzelner Sequenzen begleiten ihren Italospätwestern bis heute. Read more…

Shakespeare Never Did This

Sähe man sich Dove si spara di più von Gianni Puccini völlig unbefangen an, also ohne vorher über den Film gelesen zu haben, käme einem während der ersten Hälfte schwerlich der Gedanke, dieser Italowestern habe etwas mit William Shakespeares Romeo und Julia gemein. Der Plot entspricht dermaßen genregängigen Strukturen – zwei verfeindete Familien respektive deren Gefolgsleute befehden sich bis aufs Blut –, dass einem erst mit dem Auftritt der Figur der Giulietta das Lichtlein aufginge, Puccini treibe hier seine Späßchen mit Shakespeares Liebestragödie – und mit uns Zuschauern.
Read more…

In Sergio We Trust

Fünf Western drehte Tonino Valerii in den Jahren von 1966 bis 1973 – genauso viele wie Sergio Leone, mit dem seine Biografie und sein Werk verknüpft sind. Gearbeitet hat Valerii dabei mit Größen des Genres wie Henry Fonda, James Coburn, Lee Van Cleef, Giuliano Gemma, Terence Hill oder Bud Spencer. Das Epitheton „leonesch“ ist er allerdings nie losgeworden. Read more…

Der mit den Komantschen pfeift

Nachdem ich vor einigen Monaten einen Aufsatz über El puro, la rançon est à toi, die – offensichtlich stark gekürzte – französische Version von La taglia è tua … l’uomo l’ammazzo io, geschrieben hatte, war ich natürlich sehr gespannt, als ich letzthin eine englischsprachige Fassung von Edoardo Mulargias Film sehen durfte. Denn kaum ein anderer Italowestern gibt dermaßen viele Rätsel auf.
Read more…

In Rafael Romero Marchents Western Garringo (Spanien, Italien 1969; deutscher Titel: Garringo – der Henker) jagt ein gewalttätiger Leutnant in Zivil einen traumatisierten Mordbuben, der zu tief in die Sonne geschaut hat. Und Doc Grayson will eine Farm kaufen.
Read more…

Eine italienische Nacht

Gordon Mitchell

Während das junge Volk beim Heurigen hockt, im Biergarten feiert oder sonst wo abhängt, stelle ich mich in den Dienst der Wissenschaft.
Read more…

I crudeli - Italowestern von Sergio Corbucci

Sergio Corbucci, äußerlich robuster, kreativ schwanker Maestro des »western all’italiana«, macht durch seinen sechsten Genrebeitrag klar, wie verlassen der Wahnsinn sich in der Wüste von Tabernas fühlt, wenn das Genie schon zum Skiurlaub in Cortina d’Ampezzo weilt. Mit I crudeli (Italien, Spanien; uraufgeführt am 2. Februar 1967; zu Deutsch: Die Grausamen; englischer Titel: The Hellbenders) liefert er einen guten Italo-, aber nur mäßigen Corbucci-Western, klasse gefilmt von Enzo Barboni, mit dem er hier wie bereits bei Massacro al Grande Canyon und Django zusammenarbeitet.
Read more…

Il Mercenario - Italowestern von Sergio Corbucci

Ein Western, in dem sich ein Clown und ein sadistischer Schnösel in einer von Coca-Cola gesponserten Arena zum Duell gegenüberstehen, kann eigentlich nur von einem sein und ist gleichzeitig ein schöner Auftakt für eine neue Nerdistan-Serie: »Große Duelle des Italowesterns«, erster Teil, Sergio Corbuccis Il mercenario (Italien, Spanien 1968; wörtlich: »Der Söldner«, deutsche Titel: Die gefürchteten zwei und Mercenario, der Gefürchtete).
Read more…

Oh My Darling Brown, das Schwein

Todesmarsch der Bestien - Cut-Throats Nine - Condenados a vivir

Condenados a vivir (wörtlich: »Zum Leben Verurteilte«, deutscher Titel: Todesmarsch der Bestien) von Joaquín Romero Marchent ist ein Splattghettiwestern aus dem Jahr 1971, an dem sich die Geister ganz ordentlich scheiden. Für die einen wilder Trash, ist er für die anderen ein Kultfilm gleich zweier Genres.
Read more…

Reverend Lovejoy bittet zum Hochamt

Erklingt die Stimme von Ettore Lovecchio, besser bekannt als Raoul, ist das üblicherweise der Auftakt zu wenig heiligen Aktivitäten. Von ihm herzhaft vorgetragene Songs sind in (mindestens) fünfzehn Italowestern zu hören.

Read more…

Rosalba Neri

Nach dem überwältigenden Erfolg des ersten Teils – weit mehr als null Aufrufe in nur einem Monat, schon bald sind wir zweistellig – dürfen wir unseren Nichtlesern ein Sequel natürlich nicht vorenthalten. Das Sterben geht weiter: die 1970er-Jahre-Wildwestfilme mit Rosalba Neri.
Read more…

Des Reinen Fall

Robert Woods als El Puro

1969 erklang über den sieben Hügeln Roms bereits das Totengeläut für den Italowestern nicht parodistischer Machart. An der Via Tuscolana nahm die Produktion im Vergleich zum Vorjahr drastisch ab, die großen Filme des Genres waren gedreht, das europäische Kinopublikum hatte sich an doppelten und dreifachen Spaghettirationen satt gegessen. Die Nänien konnten anheben. Eine ebenso pointierte wie triste kam von Edoardo Mulargia mit La taglia è tua … l’uomo l’ammazzo io.
Read more…

Love, Peace und rauchende Colts

Ein paar Anmerkungen zu den teils amüsanten, teils grotesken Auftritten von Hippies in Italowestern. Erstes Beispiel: Gli specialisti, deutscher Titel: Fahrt zur Hölle, ihr Halunken, von Sergio Corbucci.

Read more…

Kein Blei im Klingelbeutel

Alfonso Brescias Film I giorni della violenza (Italien 1967), auf Deutsch: Sein Wechselgeld ist Blei, gehört zu jenen Italowestern, die sich an größeren dramatischen Entwürfen und historischen Vorgaben versuchen. Also zu jenen, die mehr erzählen wollen als die brutale Story zynischer Einzelgänger, deren genuschelte Worte der Anzahl der Patronen in ihren Revolvertrommeln entsprechen. Brescia entwickelt seine Geschichte aus den Schicksalen von sechs Bewohnern einer Ranch in Missouri zur Zeit des Amerikanischen Bürgerkriegs. An Vom Winde verweht sollte man jetzt aber nicht denken.
Read more…

Demofilo Fidani aka Slim Alone, Danilo Dani, Nedo De Fida, Miles Deem, Lucky Dickinson, Dino Fidani, Nedo Fidano, Dennis Ford, Sean O’Neal, Demos Philos und Dick Spitfire. Kevin Grant beschreibt ihn als »perhaps the closest thing to a true auteur the genre possessed«, und für Christian Keßler ist er der »Ed Wood des Italowesterns« – was also? Im Folgenden habe ich einfach die Handlung von Für einen Sarg voller Dollars (Italien 1971) nacherzählt.
Read more…

Unter den Dutzenden gut aussehenden Schauspielerinnen, die in italienischen Western mitgewirkt haben, gehört Rosalba Neri neben Nicoletta Machiavelli und Marilù Tolo zu den auffälligsten Erscheinungen. Stets umgeben von einer Aura sphingischer Rätselhaftigkeit, spielte Neri von 1966 bis 1974 in nicht weniger als siebzehn Italowesternproduktionen mit und deckte damit die gesamte Blütezeit des Genres ab. Die ihr zugedachten Rollen spiegeln auch ziemlich genau das vom »western all’italiana« beförderte Frauenbild wider. Überlebt haben die von Neri dargestellten Figuren kaum einen Film.
Read more…

Da Compañero M. ganz offensichtlich nix Sinnvolles mit seiner Zeit anzufangen weiß, hat er uns einen weiteren Kassiber aus dem Carton City Gaol zukommen lassen: einen Filmformatvergleich zwischen zwei Versionen von Tom Gries’ 100 Rifles (USA 1969). Und um uns diese einleitenden Textchen in Zukunft zu ersparen, werden wir der alten Knalltüte dem alten, weisen Mann ein eigenes Schreibkonto auf Nerdistan.at einrichten. Read more…

Per Trystero hat Compañero M. die folgenden Anmerkungen zu Thomas Weissers notorischem Buch Spaghetti Westerns. The Good, the Bad and the Violent. A Comprehensive, Illustrated Filmography of 558 Eurowesterns and Their Personnel, 1961–1977 (Jefferson/NC: McFarland & Company, 1992) übermittelt, welches lange Zeit als Standardwerk zum Italowestern galt. Zumindest so lange, bis eine größere Anzahl der von Weisser besprochenen Filme einer breiteren Öffentlichkeit zugänglich wurde und sich herausstellte, dass seine Informationen nicht immer ganz, äh, zuverlässig waren … gelinde ausgedrückt …
Read more…

Der Klassiker. Der Italowestern, mit dem alles anfing und der die Messlatte gleich so hoch ansetzte, dass er nur noch von Sergio Leones weiteren Filmen übertroffen wurde.

Read more…

Der Ritt nach Alamo

Im Klappentext der Koch-Media-DVD wird dieser Film als der noch beste Western von Regielegende Mario Bava angekündigt. Ein wilder Euphemismus!
Read more…

Mögen sie in Frieden ruhen

Ein makabrer Zufall wollte es, dass ich diesen Italowestern von Carlo Lizzani genau an jenem Wochenende sah, an dem sich der große, alte Mann mit 91 Jahren in den Tod stürzte.
Read more…

Navajo Joe

Mit Burt Reynolds als Navajo Joe. Ja, richtig, der Burt Reynolds als Indianer. Dieser Italowestern von Sergio Corbucci aus dem Jahr 1966 ist aber nicht nur deswegen ein Solitär.
Read more…

Jener heiße, verfluchte Feuertag

Quel caldo maledetto giorno di fuoco (italienischer Originaltitel) oder Dollars til Django (dänisch), Django spricht kein Vaterunser (deutsch), Gatling Gun (englisch), Miljoonan dollarin ase (finnisch), Avec Django ça va saigner (französisch), Jakten på Gatling Gun (schwedisch), La ametralladora (spanisch) …
Read more…